Luftröhre und Lunge
Trachea / Bronchien
Tracheomalazie / Tracheo-Bronchomalazie
Es handelt sich dabei um einen Bereich der Bronchien oder der Luftröhre, der eine verminderte Stabilität und eine veränderte Bronchialschleimhaut besitzt. Gründe dafür liegen in der ursprünglichen Ausbildung der Ösophagusatresie und den einstmals vorhandenen Fisteln.
Ob dieses Luftröhrenerweichung für euer Kind ein Problem darstellen kann, zeigt sich manchmal erst im Verlauf. Daher ist ein mit Ösophagusatresie erfahrener Pulmologe von großer Bedeutung. Fragt in der behandelnden Klinik VOR der Klinikentlassung nach einer Einschätzung.
Hier ein kurzer Film mit Dr. Stephan Illing zum Thema verschleimte Bronchien beim KEKS-Kind und wie dies mit einer Tracheomalazie zusammenhängen kann.
Tracheomalazie und ihre Folgen
Häufige Infekte und reduzierte Belastbarkeit
- Atemwege und Infekte; Reflux
- Die Grundproblematik der Speiseröhrenprobleme geht oft mit Erkrankungen der Atemwege einher. Dadurch kann es zu häufigen Infekten kommen, die einer besonderen Behandlung bedürfen. Insbesondere die frühzeitige und richtige Antibiotikum-Therapie (auch bei viralen Infekten) zur Verhinderung einer bakteriellen Superinfektion sind nicht in allen kinderärztlichen Praxen bekannt.
Atemwegsbeschwerden
Eine hohe Anzahl von Menschen mit einer korrigierten Ösophagus-Atresie leidet im späteren Leben unter Symptomen eine Einschränkung der Atmung. Etwa vier von fünf Betroffenen haben eine geringere Lungenfunktion als sie ihrem Alter entspricht.
Dabei überwiegen die Symptome, die für eine periphere Verengung der Atemwege sprechen, so wie sie auch bei einem Asthma vorkommt. Asthma-ähnliche Symptome wie Keuchen, Attacken von Atemlosigkeit und langandauernder Husten treten häufig auf. Deshalb wird auch fälschlicherweise vielfach Asthma diagnostiziert. Das bedeutet aber nicht, dass ein Mensch mit einer korrigierten Ösophagus-Atresie nicht auch einmal ein allergisches Asthma entwickeln kann.
Die Gründe für die Einschränkung der Atmung sind multifaktoriell und können sich gegenseitig verstärken.
Es gibt keinen Grund zur Panik, wenn die Eltern ein waches Auge auf mögliche Anzeichen und Symptome haben.
Das Beratungsteam von KEKS unterstützt euch gerne, wenn ihr Fragen habt oder nicht sicher seid.
