KEKS_hilft
KEKS_hilft_mobil

Aus KEKS BEST CERT wird das KEKS-Siegel

KEKS entwickelt die bisherige Zertifizierung KEKS BEST CERT weiter. Aus KEKS BEST CERT wird das neue KEKS-Siegel.

Weiterentwicklung im Rahmen von KEKS-NEXT

Die Weiterentwicklung ist Teil von KEKS NEXT. Mit KEKS NEXT richtet KEKS seine Angebote, Strukturen und digitalen Wege neu aus. Ziel ist es, Familien, Betroffene, Kliniken und Fachpersonen noch besser zu begleiten und die Zusammenarbeit im Netzwerk einfacher, transparenter und verlässlicher zu gestalten. Das KEKS-Siegel ist ein wichtiger Baustein davon: Es macht sichtbar, welche Kliniken nach klaren Qualitätskriterien arbeiten und Familien über den gesamten Behandlungs- und Lebensweg hinweg strukturiert begleiten.

Im Mittelpunkt steht dabei die Idee einer durchgängigen Versorgung: von der pränatalen Phase über Operation, Erstversorgung, Nachsorge, Kindergarten und Schule bis hin zum Übergang in die Erwachsenenmedizin. Die Versorgung soll nicht in einzelnen Abschnitten gedacht werden, sondern als kontinuierlicher, gut koordinierter Prozess.

Klare Voraussetzungen für Kliniken

Für das KEKS-Siegel müssen Kliniken bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören unter anderem eine Mindestanzahl behandelter Fälle, eine feste Ansprechperson in der Pflege, ein strukturiertes Schnittstellen- und Entlassmanagement für Familien, eine verlässliche Nachsorge sowie eine gute Begleitung beim Übergang von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin.

Auch der KEKS-Gesundheitsordner und die Nutzung digitaler Angebote spielen eine wichtige Rolle. Sie sollen helfen, Informationen besser zu bündeln, Abläufe zu vereinfachen und Familien im Alltag zu entlasten.

Ein weiterer Bestandteil ist die Vernetzung: Kliniken sollen aktiv mit KEKS, mit anderen Selbsthilfeorganisationen sowie mit nationalen und internationalen Fachnetzwerken rund um Ösophagusatresie zusammenarbeiten. Außerdem sollen Familien leichter Zugang zu verständlichen Informationen und zur Möglichkeit einer weiteren fachlichen Einschätzung erhalten, wenn sie diese benötigen.

Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit Menschen, die eigene Erfahrung mit Ösophagusatresie haben. Sie können Familien Orientierung geben, Erfahrungen teilen und im Alltag unterstützen. So entsteht ein Netzwerk, das medizinische Versorgung, Erfahrungsaustausch und familiäre Begleitung stärker miteinander verbindet.

Schrittweise Umstellung auf das neue Siegel

Die Umstellung auf das neue KEKS-Siegel erfolgt schrittweise. Ab Juli 2026 startet zunächst die erneute Überprüfung der Kliniken, die bereits nach KEKS BEST CERT zertifiziert sind. Diese erneute Überprüfung wird Re-Auditierung genannt. Ab Juli 2027 können sich neue Kliniken für das KEKS-Siegel bewerben. Ab Mitte 2028 erfolgt die Re-Auditierung vollständig nach den neuen Kriterien.

Mit dem KEKS-Siegel geht KEKS gemeinsam mit Kliniken, Fachpersonen, Familien und dem Netzwerk den nächsten Schritt für eine ganzheitlichere, besser vernetzte und familienorientierte Versorgung.

KEKS macht sich stark für Zentralisierung

Neben unseren Bemühungen um eine Zertifizierung setzen wir uns als Patientenorganisation auch für die Zentralisierung der komplexen Fehlbildungschirurgie ein und sind damit auch in der Gesundheitspolitik aktiv. Hierzu haben wir eine Sonderveröffentlichung herausgebracht, in der wir die zersiedelte Versorgungsstruktur der Ösophagusatresie in Deutschland aufzeigen: Diese wurde als Sonderbeilage im Krümelchen 72 im Sommer 2023 veröffentlicht und findet sich hier frei verfügbar zum Download:

Sonderbeilage Veröffentlichung Zentralisierung

Erster Erfolg bei der Zentralisierung


Die Deutsche Fachgesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) stimmt den Aussagen in unserer Sonderveröffentlichung im Krümelchen 72 grundsätzlich zu und hat nun eine freiwillige Mindestmenge von mindestens zwei Anastomose-Operationen pro Jahr definiert. Das bedeutet, dass ab sofort nur die Kliniken eine Speiseröhren-Operation bei Kindern mit Ösophagusatresie durchführen sollen, die mehr als zwei von diesen Operationen im Jahr vorweisen können. Auch wenn aus unserer Sicht diese Mindestmenge immer noch zu niedrig ist, freuen wir uns sehr, dass nun ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan ist. Wir danken den Verantwortlichen der DGKCH und hoffen auf erfolgreiche nächste Schritte bei dem Weg hin zu einer besseren Versorgung für alle Neugeborenen mit Ösophagusatresie (Stand Oktober 2023).

Stellungnahme Vorstand DGKCH

Zusätzlich wandte sich die DGKCH im European Journal of Pediatric Surgery 2023;33 mit einem Aufruf an ihre Mitglieder, Neugeborene an eine andere, besser aufgestellte Klinik zu verlegen, „wenn nur 1-2 Kinder pro Jahr in ihrer Abteilung operiert werden“. Hier wird demnach sogar eine freiwillige Mindestmenge von drei gefordert.

 

ERNICA EXPERTEN-Kliniken

ERNICA (European Reference Network for rare Inherited and Congenital Anomalies)

ist das Europäische Referenz Netzwerk für Menschen mit seltenen Erkrankungen oder Fehlbildungen der Speiseröhre.
KEKS ist Mitglied im internationalen ERNICA Klinik-Netzwerk

ERNICA Mitglieder

ERNICA Versorgung von Menschen mit angeborener Speiseröhrenfehlbildung Long-Gap (Ösophagusatresie Typ II)

ERNICA Versorgung von Menschen mit einer Speisenröhrenfehlbildung (ÖA Typ III b Fistel unten)

ERNICA Pflegestandards (Link zur Homepage von ERNICA)

Nach oben scrollen