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Corona Spezial für KEKS-Familien

Aktuelles zu COVID-19-Impfung - Soll ich mein KEKS-Kind impfen lassen?

Wie alle Eltern stellen sich gerade auch Eltern von Kindern mit Ösophagusatresie die Frage, ob sie ihr Kind gegen COVID-19 impfen lassen sollen.

Seit dem 25. November ist auch ein Impfschutz für Kinder unter 12 Jahren möglich. Die europäische Arzneimittelbehörde hat den ersten COVID-19-Impfstoff für Kinder ab 5 Jahren zugelassen.

Auf der Seite U12Schutz.de können Eltern eine Anfrage aufgeben, um einen Arzt zu finden, der Impfstoffdosen zur Verfügung hat.

Viele Kinder mit Ösophagusatresie neigen bedingt durch die oft bestehende Tracheomalazie zu Bronchitiden und Pneumonien. Deswegen, da in diesem Zusammenhang eine eingeschränkte Lungenfunktionsleistung bestehen kann und da ein Teil der Kinder im Rahmen der VACTERL-Assoziation von Herzfehlern betroffen ist, spricht sich KEKS für eine Impfung aus.

Voraussetzung ist natürlich, dass es keine sonstigen Gründe gibt, die gegen eine Impfung im Allgemeinen sprechen. Dies ist allerdings selten der Fall.

Hier findet ihr eine offizielle Stellungnahme von Stefanie Lorenz (Kinderärztin, KEKS-Mutter und KEKS-Vorstand) zu dem Thema.

Bei allen medizinischen Fragen steht euch das KEKS-Medizin-Team wie immer montags von 16 bis 19 Uhr und mittwochs von 9 bis 12 Uhr unter 0800 0310584 oder per Mail unter medizin@keks.org zur Verfügung.

Aktuelle Zahlen von COVID-19-Infektionen bei Menschen mit angeborener Ösophagusatresie

Aktuell (Stand 12. Oktober 2021) sind dreißig Fälle bekannt, bei denen sich Patienten mit Ösophagusatresie mit COVID-19 infiziert haben. Darunter sind 27 Kinder und drei Erwachsene.

Alle Betroffenen hatten einen komplikationslosen Verlauf. Das meldete das International Network on Esophageal Atresia (INoEA). Von den 27 Kindern mussten 23 Kinder nicht im Krankenhaus behandelt werden, vier wurden stationär aufgenommen und dann wieder entlassen.

INoEA ist die internationale Organisation für alle Fachkräfte, die auf dem Gebiet der Ösophagusatresie tätig sind.

Weitere Informationen zu den gemeldeten Fällen findet ihr unter www.inoea.org.

Die Umfrage ist fortlaufend. Ärzte und Behandelnde von Kindern mit Ösophagusatresie sind weiterhin dazu aufgerufen, Fälle über die Website zu melden.

Corona-Test bei einem bevorstehenden Klinikaufenthalt:

Vor einem stationären Aufenthalt wird seitens der aufnehmenden Klinik ein aktueller Corona-Test verlangt. Zuständig hierfür ist immer die aufnehmende Klinik und wird daher meist auch an der Klinik angeboten.

Wenn es aber aus logistischen Gründen nicht möglich ist zu der Klinik hierfür extra anzureisen, sollte mit der aufnehmenden Klinik abgesprochen werden, ob der Corona-Test auch in der Nähe vom Wohnort durchgeführt werden kann. Nach Klärung mit der aufnehmenden Klinik kann dann in Wohnortnähe entweder der Kinderarzt, Hausarzt oder das zuständige Gesundheitsamt den erforderlichen Corona-Test durchführen.

Sofern dies mit einer Gebühr verbunden ist, sollte auch die Übernahme der Kosten vorab mit der aufnehmenden Klinik und der zuständigen Krankenkasse abgesprochen werden.

Atemwegsinfektionen

Wichtig ist in der aktuellen Situation auch, dass auf die Besonderheit in Bezug auf die Behandlung von Atemwegsinfektionen bei KEKS-Kindern hingewiesen wird:

Weitere Informationen bietet der Artikel von Dr. Illing „Wie bringe ich mein ÖA-Kind gut durch die Infekt-Saison?“

Hinweise für Asthma-Patienten und COVID-19:
Lungenexperten raten: Therapie mit inhalierbaren Steroiden (ICS) unverändert fortführen.

Allgemeine Empfehlungen

Unsere Empfehlungen für KEKS-Betroffene und deren Familien, wie wir sie mit Vertretern des Wissenschaftlichen Beirates von KEKS diskutiert haben:

  • Handhygiene, Handhygiene, Handhygiene sowie die Meidung von sozialen Kontakten
  • bei geplanten Kontrollterminen unbedingt zunächst auf der Klinik-Homepage nachsehen, was ihre Klinik aktuell über die Homepage kommuniziert.
  • ÖGD-Kontrolltermine ggfs. in Rücksprache mit den behandelnden Ärzten verschieben.
  • bei Notfällen wie Steckenbleibern unbedingt vorher in der Klinik anrufen.
  • Achtet darauf, dass ihr die üblichen Medikamente für einen Bronchialinfekt in der üblichen Menge auf Vorrat haben
  • Haltet euch an die Hygiene-Vorschriften (A-H-A- Regel)
  • bleibt achtsam, ohne panisch zu werden
  • bei Verdacht auf eine Infektion den Kinderarzt und das zuständige Gesundheitsamt informieren und in Quarantäne verbleiben.
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