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Atemwegskrankheiten kommen bei Kindern mit einer operierten
Ösophagusatresie häufiger als bei anderen Kindern vor.
Bronchitis und Lungenentzündungen treten häufiger auf und
verlaufen schwerer als bei gesunden Kindern. Auch banale Infekte
beeinträchtigen die Kinder länger und lösen fast stets
auch Husten aus.
Bei besonders
häufigen und schwerwiegenden Atemwegserkrankungen können
eventuell folgende Ursachen der Grund sein:
Eine Haarfistel (haarfeine Verbindung zwischen Speise-
und Luftröhre oder Bronchien). Durch diese Verbindungen wird die
Flüssigkeit, die sich in der Speiseröhre befindet, unbemerkt
eingeatmet.
Eine pulsierende Luftröhre (Trachea): Bei Kindern mit
Ösophagusatresie liegt die Luftröhre am Ösophagus besonders
eng an. Damit wird sie zwischen dem Aortenbogen vorne und hinten wie in
einer Schraubzwinge eingespannt. Der hohe Druck der Pulswelle im Herzen
am Aortenbogen presst die Trachea bei jedem Herzschlag zusammen, so dass
sich Vorder- und Rückwand der Trachea einander nähern.
Eine Tracheomalazie (Luftröhrenerweichung) ist bei der Mehrzahl
der Kinder mit Speiseröhrenfehlbildung während des ersten Lebensjahres
vorhanden.
Weiterhin sind Fehlbildungen der Luftröhre und des Bronchialbaums bei
der häufigsten Form der Oesophagusatresie, beim Typ IIIb
nach Vogt, typisch. Eine Fistel mündet von hinten her in
die Luftröhre ein und zwar genau an der Stelle, an der sie
sich in ihre beiden Hauptbronchien aufzweigt. Nach dem Verschluss
der Fistel bildet sich häufig an der Aufteilungsstelle ein
dicker Wulst, der die Abgänge der beiden Hauptbronchien verzieht
und beengt. Dadurch können zahlreiche Entzündungen in
diesem Lungenanteil auftreten.
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