Für Schwangere


Liebe werdende Eltern,

Sie sind bestimmt nicht zufällig auf unserer KEKS-Homepage gelandet. Wahrscheinlich hat Ihr Arzt die Vermutung geäußert, Ihr ungeborenes Kind könnte an einer Ösophagusatresie leiden. Jetzt versuchen Sie alle möglichen Informationen zu sammeln, was dieses ominöse Wort für Sie und Ihr ungeborenes Kind bedeutet. Das können wir Ihnen pauschal nicht beantworten. Wir laden Sie gerne ein, auf unseren Seiten weiterzublättern, aber zuvor sollten Sie einige Dinge bedenken:

  • Viele vorgeburtliche „Verdachtsmomente“ auf Ösophagusatresie lösen sich später in Wohlgefallen auf; das liegt vor allem daran, weil die Fehlbildung der Speiseröhre an sich vorgeburtlich nicht dargestellt werden kann, sondern der Arzt nur durch Hinweise (z.B.: nicht gefüllter Magen, vermehrtes Fruchtwasser) darauf schließen kann. Sie können hier zu diesem Thema unsere Infomappe "Pränatale Diagnostik" herunterladen.
  • Die Ösophagusatresie ist eine Fehlbildung mit sehr unterschiedlichen Erscheinungsformen. Oft wird mit einer Operation unmittelbar nach der Geburt schon viel erreicht, und die Kinder haben nicht mit den auf unserer Homepage beschriebenen Folgeerscheinungen zu kämpfen. Deshalb müssen sie als werdende Eltern selbst entscheiden, ob sie zu diesem Zeitpunkt sich mit allen erdenklichen Komplikationen belasten wollen.
  • Sie sollten sich aber auch jeden Fall Gedanken darüber machen, wo Ihr Kind zur Welt kommen soll. Die Ösophagusatresie ist eine seltene Fehlbildung, deshalb ist es wichtig, dass sie von einem erfahrenen Arzt behandelt wird. Zudem ist es risikoloser, als Mutter in eine etwas entferntere Klinik zu gehen, als ein neugeborenes Kind zu transportieren. Das sollten Sie bedenken, falls die Gefahr einer Speiseröhrenfehlbildung bei Ihrem Kind nicht ausgeschlossen werden kann.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein persönliches Gespräch mit Familien, die vor kurzem noch in derselben Situation gesteckt haben, weit mehr helfen kann als im Internet zu suchen und sich die größten Horrorszenarien auszumalen. Sie können uns gerne anrufen.

KEKS-Geschäftsstelle:
KEKS e.V.
Sommerrainstraße 61
70374 Stuttgart
Telefon 07 11/9 53 78 86
Email info (at) keks.org
oder
Frau Ute Gallbronner
Telefon 01 51/54 62 30 41

Sollten Sie Fragen zur vorgeburtlichen Diagnostik quälen oder ihr Arzt noch weitergehende Fehlbildungen vermuten, empfehlen wir gerne den Kontakt zu Frau Annegret Braun.

PUA-Beratungsstelle des Diakonischen Werks Württemberg,
Heilbronner Straße 180
70191 Stuttgart
Telefon 07 11/16 56-341
Email: pua (at) diakonie-wuerttemberg.de
Internet: www.diakonie-wuerttemberg.de/direkt/pua

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