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Obwohl Ihr Kind im Mutterleib voll lebens- und entwicklungsfähig war, lautet die Diagnose Ösophagusatresie, eine Lücke in der Speiseröhre. (Ösophagus ist die Speiseröhre, sie transportiert die Nahrung vom Mund in den Magen; Atresie nennt man einen angeborenen Verschluss von Hohlorganen und bedeutet im griechischen "kein Durchgang")
Kommt ein Baby mit einer Ösophagusatresie auf die Welt, kann nichts vom Mund in den Magen gelangen, weder Nahrung noch Speichel - der sich ja auch im Mund bildet - und ständig unbewusst geschluckt wird.
Babys mit einer Ösophagusatresie haben aber sehr oft noch ein anderes Problem: eine Verbindung zwischen Luft- und Speiseröhre, eine tracheo-ösophageale Fistel (Trachea - Luftröhre; Fistula - Rohr auf lateinisch). Das führt dazu, dass Speichel, Nahrung oder Magensaft in die Lunge gelangen, verbunden mit schwersten Atemproblemen; oder es gelangt über diese Verbindung Luft in den Magen und bläht ihn auf.
Die Überlebensfähigkeit war im Mutterleib über den Blutkreislauf gesichert, ein chirurgischer Eingriff ist nach der Geburt nötig, damit Ihr Kind überleben kann. Die Art der Ösophagusatresie ist entscheidend für die Operationsmethode.
Ösophagusatresie ohne Fistel Typ Vogt II (ca. 8%)

Ösophagusatresie mit oberer tracheo-ösophagealer Fistel Typ Vogt IIIa (weniger als 2%)

Ösophagusatresie mit unterer tracheo-ösophagealer Fistel Typ Vogt IIIb (ca. 85%)

Ösophagusatresie mit Doppelfistel Typ Vogt IIIc (ca. 1%)

Fistel ohne Atresie Typ Vogt IV (ca. 5%)

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