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Die KEKS-Kur in Grömitz

Informationsmaterialpfeil

Liebe Familie, es gibt viele gute Gründe für eine Kur! Der Umgang mit einer schweren Erkrankung stellt eine wichtige Einflussgröße für den Krankheitsverlauf dar. Dazu gehört nicht nur das Wissen um die eigene Erkrankung, sondern auch die Einstellung zum eigenen Körper, der „nicht so funktioniert wie er soll“, die Bereitschaft, ärztliche Anordnungen zu befolgen und die Bewältigung der krankheitsbedingten Beeinträchtigungen, weil man bestimmte Dinge nicht tun darf. In der Kindheit muss oft der gesamte Familienalltag um die Erkrankung herum organisiert werden, was eine große Belastung für Eltern und Geschwister darstellen kann. Hinzu kommen die fortwährenden Ängste der Familienangehörigen um das erkrankte Mitglied. Sowohl für die psychosoziale Belastung als auch für die ständig notwendige medizinische Überwachung und medikamentöse Betreuung sind Rehabilitationseinrichtungen von eminenter Bedeutung. Sie können „Atempausen“ für Erkrankte und ihre Familien darstellen, in denen neue Herangehensweisen an die Erkrankung genauso erprobt werden können wie bessere Medikamente und unterstützende Maßnahmen. Das Wechselspiel zwischen Erkrankung des Kindes und Belastung der Mutter kann auch bei der Mutter zu ernsthaften Problemen führen. Mutter-Kind-Kuren konzentrieren sich hauptsächlich auf die Behandlung der Mütter, sie sehen aber gleichzeitig eine medizinische und therapeutische Behandlung und eine pädagogische Begleitung des Kindes vor. Die gemeinsame Zeit, die Möglichkeit vielfältiger Mutter-Kind-Angebote tun der Beziehung von Mutter und Kind gut und unterstützen die Gesundheitserfolge.

Schwerpunktkur für KEKS-Familien

Seit 2006 gibt es einmal jährlich im März eine Schwerpunktkur für KEKS-Familien in der Klinik Ostseedeich in Grömitz. Ziel dieses Angebotes ist es, dass die Familien in einer Gruppe Gleichbetroffener Solidarität spüren und erfahren können, dass sie nicht allein sind und sich verstanden und ernst genommen fühlen in ihrer Belastung. Ein Kind mit einer Speiseröhrenfehlbildung in der Familie bedeutet, dass sich die Eltern während seiner ersten Lebensjahre fast ausschließlich diesem Kind widmen müssen und sich dauerhaft überlastet fühlen. Alles andere steht hinten an. Hat das Kind den dritten Geburtstag erreicht, ist sein Gesundheitszustand meist etwas stabiler. Die Eltern können wieder ein bisschen an sich selbst denken. Jetzt ist es Zeit, Kraft zu tanken und die schlimmen Erlebnisse der vergangenen Zeit aufzuarbeiten. Drei Wochen ohne Alltagssorgen, gesunde, vielseitige Ernährung, verschiedene Anwendungen und Therapien und der Austausch mit anderen KEKS-Eltern in entspannter Umgebung, das kann genau den Unterschied machen, den man braucht, um aus der Erschöpfungsspirale auszusteigen. Der Aufenthalt bietet auch eine gute Möglichkeit, die eigene Befindlichkeit zu reflektieren und an sich und sein Wohlergehen denken zu dürfen. Vielleicht kann auch Hoffnung und Zuversicht gestärkt werden (durch Erfahrungen der Eltern älterer Kinder). Da die KEKS-Familien im Speisesaal zusammen sitzen, braucht man bei Essproblemen der Kinder nicht ständig Erklärungen abgeben.

Therapeutische Angebote

  • Fachärztliche, allgemeinmedizinische und pädiatrische Betreuung;
  • umfangreiches physiotherapeutisches Angebot, ggf. für Patientenkinder Atemtherapie und Entspannung;
  • medizinische Fachvorträge und Schulungen, die speziell auf die Situation von Familien mit Kindern mit Speiseröhrenfehlbildungen ausgelegt sind;
  • tägliche Sprechstunden;
  • zeitweilige Anwesenheit eines ärztlichen Spezialisten zur Beratung der KEKS-Familien;
  • psychologisch geleiteter Gesprächskreis;
  • Einzel-, Paar- und Familiengespräche;
  • Entspannungstraining.

Bildergalerie von den letzten KEKS-Kuren

 

Informationsmaterial zur KEKS-Kur

Kur-Flyer 2012

Informationen zum Kurangebot 2012

Begleitperson 2012

Kurbericht 2011

Kurbericht 2010

Kurbericht 2009

Kurbericht 2008

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