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Das alte und neue KEKS-Haus

Die Bundesgeschäftsstelle ist in Stuttgart-Bad Cannstatt, im KEKS-Haus, das leider mittlerweile ziemlich in die Jahre gekommen und daher stark reparatur- und renovierungsbedürftig geworden ist. Im Mai des Jahres 2009 wurde es dann auch noch, nach einem Besuch der Bauaufsichtsbehörde, aufgrund veränderter Brandschutzverordnungen, ganz geschlossen. Die erforderlichen baulichen Veränderungen, um die Brandschutzanforderungen einzuhalten und auch die notwendigen Renovierungen waren zu umfangreich und kostspielig, als dass sie sich in dem betagten Gebäude gelohnt hätten. Ein unabhängiges Baugutachten hat dann auch bestätigt: Es ist günstiger, das Haus abzureißen und neu zu bauen, als noch einen Euro in das alte Haus zu investieren.

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Nun wird es also bald soweit sein. Das Haus ist leergeräumt, die wichtigsten Dinge wurden eingelagert und in wenigen Tagen kommt der Bagger. Wir vom KEKS-Team beobachten dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Mit einem weinenden, weil uns mit diesem Haus viele schöne und auch emotionale Erinnerungen verbinden. So viele KEKS-Familien durften wir unsere Gäste nennen, die hier in Stuttgart Hilfe gesucht und auch gefunden haben. Hier war der Beginn von KEKS und hier ist KEKS gewachsen. Wir werden dieses kleine alte Häuschen sicher auch vermissen.
Wir sehen es aber auch mit einem lachenden Auge. Denn unser neues KEKS-Haus wird uns viel mehr Möglichkeiten bieten, um noch mehr Familien aufzunehmen und auch Seminare und Kurse im KEKS-Haus veranstalten zu können. Und wir werden hier wieder Jugendwochenenden veranstalten können, die den Jugendlichen so viel Spaß bereiten und ihnen Selbstvertrauen und Zusammenhalt schenken.

Auch das neue Haus steht allen KEKS-Familien offen. Sie können sich hier treffen, wenn sie einfach Abstand vom anstrengenden Alltag mit ihrem kranken Kind brauchen. In Gemeinschaft wird versucht, für die Probleme und Schwierigkeiten eine individuelle Lösung zu finden. Durch die fachgerechte Betreuung der Kinder hilft dieser Ortswechsel wieder Kraft zu tanken. Und sie finden hier eine Unterkunft, wenn ihre Kinder hier im Krankenhaus sind, um auch einfach kostengünstig in der Nähe sein zu können. Oder, wer es nicht allzu weit hat, schaut auf eine Tasse Kaffee vorbei. Jeder im KEKS-Haus hat ein offenes Ohr, hilft, berät und vermittelt, wenn es wieder Probleme gibt und teilt die Freude über gute Mitteilungen.

Eltern, deren Kinder in Stuttgart in Behandlung sind, können für die Dauer des Krankenhausaufenthaltes im KEKS-Haus wohnen.

ansgar

„Wir sind Familie Müller-Vollmar mit Ansgar – am 8. 11. 2007 mit langstreckiger Speiseröhrenfehlbildung in Frankfurt geboren. Während Ansgars Aufenthalt im Olgahospital zur Operation lebten wir zwei Monate im KEKS-Haus. Für diese Unterstützung (seelisch, fachlich und auch für das leibliche Wohl) während dieser schweren Zeit sind kaum die passenden Worte zu finden. Wir werden diese Hilfe nie vergessen.“

angelino

„Wir, Familie Klinke, sind regelmäßig im KEKS-Haus, wenn Angelino wieder an der Speiseröhre behandelt werden muss. Nach den vielen missglückten Operationen in Ostdeutschland, fahren wir lieber viele Kilometer zu KEKS, weil wir zu den Ärzten in Stuttgart und zu KEKS größtes Vertrauen haben. Die herzliche Atmosphäre, in der wir aufgenommen werden, bedeutet uns viel. Wir können im KEKS-Haus alle gemeinsam mit unserem Angelino, unserer Oma und seiner Schwester eine Familie sein. KEKS ist das Beste, was uns je passiert ist."

manuel

„Mit Manuel besuchen wir, Simone und Stefan Benvegnu, regelmäßig das KEKS-Haus in Stuttgart. Unser Sohn Manuel hat neben seiner Speiseröhren-fehlbildung auch eine geistige Behinderung. Das KEKS-Haus ist für Manuel wie eine zweite Heimat, in der er sich im Kreis der Mitarbeiter wohl und akzeptiert fühlt. Schwierig war für uns, dass sich Manuel dort nicht so einfach frei bewegen konnte, da auf engstem Raum gearbeitet und gelebt wird. Wir freuen uns, dass KEKS ein neues Haus plant, in dem es mehr Platz und Möglichkeiten geben wird."

Mwaura aus KeniaOumaima aus TunesienKatharina aus Bolivien

Diesen Kindern aus dem Ausland wurde durch Spendenaktionen von KEKS e.V. eine lebensrettende Operation ermöglicht. Über mehrere Monate waren die Familien bei KEKS zu Gast und konnten in dieser Zeit im KEKS-Haus wohnen.

 

 

 

 

Ein Neubau kostet aber auch immer viel, viel Geld. Dieses Projekt ist für uns nicht so einfach zu stemmen. Die kompletten Kosten für den Bau belaufen sich auf rund 1.000.000 Euro.
Wir hatten wirklich großes Glück, denn ein Teil dieser Summe wird von „Ein Platz an der Sonne“
der ARD-Fernsehlotterie mit 250.000 Euro übernommen. Von "Ein Herz für Kinder e.V." haben wir 100.000 Euro bekommen, von der Veronika-Stiftung 98.000 Euro und von der Paul Lechler Stiftung 20.000 Euro. Außerdem erhielt KEKS von der DAK einen Scheck über 25.000 Euro, die Firma Bosch unterstüzt uns mit 10.000 Euro. Über Kleinspenden sind insgesamt 50.000 Euro zusammen gekommen. Dank dieser insgesamt 553.000 Euro konnten wir einen ganz großen Schritt in die richtige Richtung gehen. Aber es bleibt noch ein ganz großer Restbetrag übrig. Wir suchen immer noch händeringend nach Spendern und Sponsoren, die uns dabei helfen und unterstützten.

Möchten Sie uns unterstützen oder kennen Sie jemanden, der sich für soziale Projekte engagiert?
Wir können wirklich jeden Euro gebrauchen, am besten aber „ganz viele Euros auf einmal“.

Damit der Traum vom neuen KEKS-Haus schnell verwirklicht werden kann.

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